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Samstag, 16.04.: Soli Party in der Flora
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Mitschnitt der Veranstaltung >>die politische Ökonomie des Antisemitismus<< vom 16.3.2011
Den Mitschnitt des Vortrags von Joachim Bruhn am 16.3.2011 bei der Jüdischen Gemeinde Pinneberg, findet ihr hier
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Beitrag der Sendung “Shalom Libertad” vom 10.03.11 zum islamistischen Anschlag in Frankfurt am 02.03.11
hier findet ihr den Link zum Beitrag:
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16.3. Die politische Ökonomie des Antisemitismus
Mittwoch, 16.März 19.30 Uhr, Jüdische Gemeinde Pinneberg, Clara-Bertram-Weg in Pinneberg: Die politische Ökonomie des Antisemitismus – Über die sog. „Protokolle der Weisen von Zion“ Wenn die Rede auf den Antisemitismus kommt, dann mobilisiert diejenige Fraktion der bürgerlichen Gesellschaft in Deutschland, … Weiterlesen
Veranstaltungsreihe Wahlverwandtschaften: Antisemitismus Islamismus Deutschland
Die politische Ökonomie des Antisemitismus
Über die sog. „Protokolle der Weisen von Zion“
Referent: Joachim Bruhn (ça ira-Verlag, Freiburg)
Mi. \ 16.03.11 / 19.30 Uhr \ Jüdische Gemeinde Pinneberg, Clara-Bertram-Weg 14, Pinneberg
Aktuelle Ausprägungen des Islamismus in Deutschland
Referentin: Claudia Dantschke (Berlin)
Mitveranstaltet von den Rosa-Luxemburg-Stiftungen aus Hamburg und Schleswig-Holstein und der Amadeu-Antonio-Stiftung.
Di. \ 29.03.11 / 19.30 Uhr \ Jüdische Gemeinde Pinneberg, Clara-Bertram-Weg 14, Pinneberg
Antisemitismus, Islamismus und das Integrationsziel Israelkritik
ReferentInnen: Andreas Benl und Fathiyeh Naghibzadeh (Berlin)
Fr. \ 06.05.11 / 19.00 Uhr \ Universität Hamburg Hauptgebäude (ESA), Hörsaal m
Soliparty in der Flora
Sa. \ 16.04.11 / 23.00 Uhr \ Rote Flora, Achidi-John-Platz 1
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Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde Pinneberg
Die Jüdische Gemeinde Pinneberg sieht sich seit nunmehr drei Wochen Todesdrohungen und verbalen Angriffen durch den Pinneberger Islamisten Harry Machura, Betreiber der islamistischen Internetseite „Islamic Hacker Union“, ausgesetzt. Mit Erschrecken und Wut haben wir, antifaschistische Gruppen und Einzelpersonen aus Hamburg, von diesen Gewaltdrohungen, die sich insbesondere gegen den Vorsitzenden der Gemeinde und engagierten Antifaschisten Wolfgang Seibert richten, erfahren. Nach einer ersten Informationsveranstaltung haben wir uns daher zusammengetan, um den ernstzunehmenden Drohungen unsere Solidarität entgegenzusetzen und die jüdischen Gemeinde praktisch wie politisch gegen jede Bedrohung zu unterstützen.
Der Hintergrund
Anschläge und Drohungen gegen die Jüdische Gemeinde Pinneberg sind leider kein neues Phänomen. Neu ist hingegen, dass die Bedrohung nicht mehr nur von Neonazis, sondern auch von Islamisten ausgeht. Den Hass des Pinneberger Konvertiten hatte die jüdische Gemeinde durch Wolfgang Seiberts öffentliche Kritik an einem Auftritt des Rappers und islamistischen Predigers Deso Dogg aka Abu Malik in der Pinneberger Al Sunna Moschee auf sich gezogen. Als Reaktion auf die Kritik an Maliks auf Vernichtung zielende jihadistischer Agitation erschien auf der Website Islamic Hacker Union ein durchgestrichenes Foto Wolfgang Seiberts mit dem Kommentar: „pass auf das Allah dich nicht schon im diesseits straft mit dem Tod das ist keine drohung von mir sondern von Allah dem ALLMÄCHTIGEN“. Vervollständigt wurde die Drohung durch ein Video eines Gebäudeeinsturzes auf eine Hochzeitsgesellschaft und die Beschimpfung „dreckiger Jude“. Auch die Hamburger Imamin Halima Krausen, welche sich ebenfalls kritisch zu dem Auftritt des Rappers äußerte, wurde mit den Worten „Gott möge sie rechtleiten oder zerfetzen“ angegriffen. Die Journalistin Claudia Dantschke vom Zentrum Demokratische Kultur in Berlin, die die Islamisten in Pinneberg schon länger beobachtete und die Drohung auf der Internetseite als Aufruf zur Gewalt bezeichnete, wurde selbst kurz danach auf der Seite bedroht.
Die Website stellt insgesamt ein Konglomerat aus bunten Werbefilmchen für die Vernichtung der Feinde des Islams, antisemitischen Hetzartikeln und Drohungen gegenüber allen Ungläubigen („egal welche Nation“) dar. Polizei und Staatsschutz haben sich in die Vorgänge eingeschaltet, die Wohnung von Harry Machura wurde durchsucht und seine Website abgeschaltet. Kurze Zeit später erreichte Wolfgang Seibert am 26. Januar 2011 jedoch wieder eine E-Mail, in der es heißt:
„Wir werden weiter machen und sagen dir wenn du versuchst nochmal den Islam anzugreifen glaube mir denn werden wir 100 mal härter angreifen.“
Die islamistische Website ist mittlerweile wieder im Netz abrufbar und verbreitet fleißig weiter ihre Propaganda. So ist dort unter anderem zu lesen: „was aber diejenigen angeht die versuchen den Islam anzugreifen sollen den Islam fürchten wie er euch stück für stück zerfetzt und euren Shirk(Götzendienst/Beigesellung) zerschmettert“. Auch das durchgestrichene Foto findet sich dort immer noch.
Ein politisches Trauerspiel
Die Presse thematisierte die Drohungen anhand mal mehr, mal weniger verdrehter Aussagen Seiberts und gab sich alle Mühe, einen „Religionskrieg“ in Pinneberg ausfindig zu machen. Der regierenden SPD Bürgermeisterin fiel nichts besseres ein, als die Islamisten, aus deren Reihen die Drohungen kamen, zu einem Runden Tisch mit den anderen Religionsgemeinschaften einzuladen – ein Vorschlag, der nach Kritik der jüdischen Gemeinde und der evangelischen Kirche inzwischen wieder verworfen wurde. Rassistische Initiativen wie Politically Incorrect griffen den Fall auf, um ihren Feldzug gegen Muslime weiter zu unterfüttern, während die NPD sich darin versuchte, den Hass auf Moschee und jüdische Gemeinde zu kombinieren und mit der „wahren abendländischen Kultur“ zu kontern. Bis jetzt sind es vor allem Kraftanstrengungen Einzelner, die ihren Genossen tatkräftig unterstüzen, während die meisten Initiativen und Parteien es vorziehen, zu dem Thema zu schweigen.
…und wir
Die Entwicklung verdeutlicht auf dramatische Weise die Tendenz in der radikalen Linken, sich aus Angst vor falschen Freund_innen nicht zu dem Problem Islamismus verhalten zu wollen. Dass die Befürchtung, Applaus von der falschen Seite zu bekommen, nicht ganz unberechtigt ist, zeigt schon die Flut rassistischer Kommentare unter den Artikeln der bürgerlichen Zeitungen zu dem Vorfall. Diese Befürchtung darf aber nicht dazu führen, die notwendige Kritik am islamistischen Antisemitismus und an der reaktionären Bewegung Islamismus unter den Tisch fallen zu lassen. Wir empfinden jegliche Bedrohungen von Jüdinnen und Juden und jeden Antisemitismus, ob von Islamist_innen, Nazis oder sonst wem, unerträglich. Wir solidarisieren uns mit der Jüdischen Gemeinde Pinneberg und treten entschlossen solchen Vorgängen entgegen. Gleichermaßen entschlossen wenden wir uns gegen den in Deutschland virulenten antimuslimischen Rassismus und alle seine Freund_innen. Es ist für die radikale Linke und alle Antifaschist_innen an der Zeit, sich mit der Jüdischen Gemeinde Pinneberg zu solidarisieren und konkrete Unterstützung zu organisieren. Perspektivisch sollte es darum gehen, eine emanzipatorische Kritik am Islamismus starkzumachen und die vorherrschende Ratlosigkeit zu überwinden. Darum werden wir in Kürze unter anderem eine Veranstaltungsreihe zu dem Thema organisieren. Alle emanzipatorischen Gruppen und Einzelpersonen, die sich gemeinsam mit uns der praktischen Solidaritätsarbeit und der theoretischen Debatte widmen wollen, sind dazu aufgerufen, mit uns in Kontakt zu treten.
Entschlossen und gemeinsam gegen Antisemitismus, Rassismus und Islamismus!
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Verschlagwortet mit Antisemitismus, Islamismus, Jüdische Gemeinde Pinneberg


